Lesung "Märchenspiegel der Aramesh" von Barbara Naziri

Der "Märchenspiegel der Aramesh" ist die ergreifende und in wunderbare Worte gefasste Flüchtlingsgeschichte eines Kindes, das in den Märchen seinen Trost findet. Wie so viele, die vor Krieg und Elend fliehen, muss sie ein Meer überwinden. Von ihrer Habe ist ihr nichts verblieben, außer einer kleinen Dose, und was ihr Kraft gibt, ist eine bunte und fantasievolle Gedankenwelt, die sie in eine neue Heimat hinüberretten möchte.

Die Erzählungen sind in einer wunderschönen Sprache geschrieben, voller Poesie und Gefühl. Die beeindruckenden Illustrationen untermalen den zauberhaften Charakter der Geschichten.

Die fantasievolle und vielseitige Gedankenwelt des kleinen Mädchens Aramesh, das alle Märchen in seiner Rahmenhandlung verbindet, könnte uns gerade angesichts der laufenden Polemiken über Flüchtlingsobergrenzen, gleichzeitig anhaltender Waffenlieferungen aus europäischen Ländern in Kriegsgebiete und des Versagens der Flüchtlingspolitik auf europäischer und nationaler Ebene neue Dimensionen des Denkens und Nachdenkens erschließen.

 

Barbara Naziri ist eine deutsch-iranische Schriftstellerin und Menschenrechtsaktivistin, die in Hamburg lebt. Die Autorin versteht sich als Brückenbauerin zwischen den Kulturen. Über sich selbst sagt sie: „Ich bin eine jüdische Pflanze in persischer Erde, gedeihe in Norddeutschland und trinke Tinte, um zu blühen.“

Die Autorin gilt als eher ruheloser Geist, immer auf der Suche nach den eigenen Wurzeln und damit beschäftigt, Brücken zwischen den Kulturen zu bauen. Im jüngsten Werk, „Märchenspiegel der Aramesh“, kommen ihre Wurzeln wieder zum Tragen.

http://barbara-naziri.npage.de/

 


 

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